6 Tipps für den Einstieg ins E-Mail-Marketing

6 Tipps für den Einstieg ins E-Mail-Marketing

Nutzt Du bereits die Kraft der E-Mail? Nutze den Fortschritt der Digitalisierung und sei Deinen Mitbewerbern einen Schritt voraus!

In diesem Blogartikel erfährst Du:

  • was Du unbedingt bedenken solltest, wenn Du mit E-Mail-Marketing anfangen möchtest
  • was bei der Wahl des richtigen Tools wichtig ist
  • warum Du Dich in Deinen Kunden hineinversetzen solltest
  • sechs Vorteile des E-Mail-Marketings

Viele Unternehmen nutzen E-Mail-Marketing noch nicht. Sie schreiben oftmals nur einen Newsletter. Dabei bietet sich E-Mail-Marketing für jede Branche an! Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Der Vertrauensaufbau zu Deinen Kunden ist immer noch das A und O, um erfolgreich und nachhaltig Deine Angebote zu verkaufen! Ohne Vertrauen das Vertrauen Deiner Kunden in Dich funktioniert Marketing heute nicht mehr wirklich. Nutze E-Mail-Marketing, um das Vertrauen zu gewinnen und Deine Kunden zu glücklichen Kunden zu machen. Ich habe sechs Tipps für Dich, wie Dir der erfolgreiche Einstieg ins E-Mail-Marketing gelingt:

Was ist Dein Ziel?

Möchtest du Kundenbeziehung mit Deinem E-Mail-Marketing aufbauen? Vielleicht möchtet Du auch Traffic für Deine Website generieren oder Dir einen Expertenstatus in Deiner Branche aufbauen. Warum möchtest Du die Kraft der E-Mail nutzen? Was möchtest Du bewirken? Bedenke: Jede E-Mail sollte ein Ziel haben. Und: Mache dir klar, wie schnell dieses Ziel erreicht werden soll. 

Wem schreibst Du?

Bevor Du startest, ist es super wichtig, die Reise Deiner Kunden zu kennen. Frage Dich dabei immer Folgendes:

  • Wann liest Dein Kunde E-Mails?
  • Wer ist überhaupt Dein Kunde?
  • Wie konsumiert er? 
  • Wie liest er? Am Laptop? Auf dem Smartphone?
  • Für wen genau schreibst Du? Erstelle hierzu eine Persona und lerne Deinen Wunschkunden wirklich gut kennen!
  • Wie spricht er? Welche Worte benutzt Dein Kunde?

Setze die Kundenbrille auf

Um die Bedürfnisse Deines Kunden besser zu verstehen, solltest Du die Kundenbrille aufsetzen. Überlege Dir, was Dein Kunde lesen möchte. Mache Dir klar, wann er sich anmeldet und auf welcher Stufe er sich zu diesem Zeitpunkt befindet. Ist Dein Kunde Anfänger oder ist er schon in Deinem Thema drin?

Relevanz ist super wichtig und auch hier der Schlüssel zum Erfolg! Schreibe nicht nur trockene und informative E-Mails.

Kombiniere Mehrwert mit Persönlichkeit, denn Menschen möchten unterhalten werden – immer und überall. Schau’ Dich um: Lustige Katzenvideos dominieren. Langweilige Verkaufsmails liest keiner. 

Dein ganzes Leben sind E-Mails. Gehe mit offenen Augen durch die Welt, erkenne und nutze Geschichten, Schlüsselmomente, Erlebnisse aus Deinem Leben oder aus dem Leben anderer. Denke Dir dabei nichts aus – Deine Leser bekommen das mit. Bleibe authentisch und ehrlich in Deinen Mails.

Das richtige E-Mail Marketing Tool

Nachdem Du weißt, was das Ziel ist und wem Du schreibst, brauchst Du ein Tool, um Deine E-Mails zu verschicken. Nutze dafür ein professionelles Tool. Verschickst Du Deine E-Mails mit irgendeinem Tool, dann kann es passieren, dass Deine E-Mails als Spam eingestuft werden und im Spam-Ordner landen. 

Abhängig von Deinen Zielen sollten Programme Folgendes mitbringen:

  • DSGVO-konform
  • E-Mail Vorlagen Editor
  • Segmentierung und Personalisierung
  • A/B Test
  • Integration von CRM sowie CMS oder Shopsysteme
  • intuitiv aufgebaut

Schreibe nicht mit Deiner privaten E-Mail-Adresse. Such Dir eine gute Software – die Auswahl ist riesig! Von kostenlosen Mitgliedschaften bis bezahlten, ist für jeden etwas dabei. Viele Tools kannst Du vorab kostenlos testen und sie Dir in Ruhe anschauen.

Das Allerwichtigste:

Hab Spaß dabei!

Ohne Spaß wirst Du keine guten E-Mails schreiben. “Kotz” deine Informationen nicht einfach aus, sondern fange an, es zu lieben. Überfordere Dich gerade am Anfang nicht. Deine Abonnenten merken, wenn Du keinen Spaß hast. Lerne das Handwerk und mache keine Wissenschaft daraus. Über, übe, übe, aber: beschränke Dich auf maximal 30 Minuten am Tag.

Du stehst im Rampenlicht

Schreibe Deinen Abonnenten nicht erst zwei Wochen nachdem sie sich angemeldet haben. Sie sind bei Dir, weil sie wissen, Du kannst ihr Problem lösen. Deine Abonnenten suchen nach einer Lösung. Sende ihnen die gewünschten Informationen und löse schnelle Probleme. Gerade am Anfang darfst Du öfter schreiben, um so eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Vorteile des E-Mail Marketing:

Und zum Schluss habe ich noch sechs Vorteile des E-Mail-Marketing für Dich:

  • Es ist super messbar.
  • E-Mail-Marketing ist günstig. Du investierst Zeit, doch keine Summen wie beispielsweise in Werbeanzeigen.
  • Du kannst es personalisieren und segmentieren.
  • Du kannst deine E-Mails automatisieren. Die E-Mail arbeitet für Dich!
  • E-Mail-Marketing ist schnell.
  • Du bist auf keinen Algorithmus angewiesen, denn Deine E-Mail kommt immer an.

Und hier noch mal die sechs Tipps für Deinen Einstieg zusammengefasst:

  • Definiere Dein Ziel
  • Kenne Deinen Kunden
  • Setze die Kundenbrille auf
  • Suche Dir eine gute Software
  • Hab Spaß!
  • Löse schnelle Probleme

Wie sieht’s bei Dir aus? Nutzt Du bereits E-Mail-Marketing und bist Deinen Mitbewerbern einen Schritt voraus?

 

Kunde ist König, oder doch nur der fade Beigeschmack?

Kunde ist König, oder doch nur der fade Beigeschmack?

Unsere Welt entwickelt sich so rasant und hat sich in den letzten Jahren so sehr verändert. Wir stehen nie still, alles geht rasend schnell, wir rennen von A nach B, wir kommunizieren ganz anders, denken anders und hinterfragen alles.

Welcome New World…

Wie Bill Gates so schön sagte:

„Das Internet ist wie eine Welle: Entweder man lernt, auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter.“

Erster Punkt, was viele noch verstehen müssen – das „Internet“ ist essenziell für die Business Welt. Und der zweite Punkt, den viele verstehen müssen – der Kunde ist nicht nur der fade Beigeschmack, er ist der König und ohne ihn kann unser Business nicht leben.

Unser König – der Kunde

Alle wissen, dass der Kunde sich aussuchen kann, mit wem er wo und wann arbeiten möchte.

-Und doch habe ich oft das Gefühl, dass der Kunde nur ein „fader Beigeschmack“ ist.

Der Kunde ist unser wertvollstes Gut und ich kann es nicht nachvollziehen, dass einige Unternehmen ihre Kunden „abspeisen.“ Der Kunde bezahlt doch schließlich Dein Gehalt, ohne den Kunden würde es Euer Unternehmen doch gar nicht geben.

Wieso wird das Thema Kunde von vielen nicht ernst genug genommen?

Mach Deinen Kunden zum König oder zur Königin

Unsere Kunden möchten etwas erleben, sie möchten sich besonders fühlen, sie möchten verstanden werden und sie möchten auf einer menschlichen ebene Kommunizieren.

Ein schmaler Grad in der heutigen Zeit und so sehr, wie ich die Technologie Liebe und verehre – manchmal doch gar nicht so leicht.

Wir vergessen, zwischen der ganzen Automatisierung und des ganzen digitalen Krams, oft auch, die menschliche Ebene. Wir schicken unseren Kunden Newsletter, Freebies und schreiben Blogartikel.

Aber unsere Kunden freuen sich auch, wenn wir sie Face-to-Face ehren und ihnen zeigen, dass sie wertvoll für uns sind.

Zeig Deinen Kunden, dass Du Dich über sie freust.

Wie kannst Du das tun?

Fangen wir mit Social Media an. Gerade hier super spannend und sehr easy. Hast Du einen neuen Follower, dann schick ihm doch eine kurze Nachricht – ein Video oder eine Audiodatei.

Face-to-Face – individuell auf ihn zugeschnitten. ! Keine Massennachricht!

Heiße ihn willkommen und gern darf er sich bei Dir melden. Vielleicht hat er ja schon die ein oder andere Hürde? Frag ihn. Interessiere Dich für ihn. So baust Du Dir eine Community auf, schaffst Vertrauen und hast gleich einen guten Eindruck hinterlassen.

Wenn Du E-Mail Marketing betreibst, dann gib Deinen Kunden öfter mal etwas mit. Es ist nicht selbstverständlich, dass Deine E-Mails gelesen werden. Schicke ihnen eine Audiodatei, ein Video oder was auch immer, wenn sie bei Dir etwas gekauft haben… oder, wenn sie sich in den Newsletter eingetragen haben. Bedanke Dich und sage ihnen, wie sehr Du Dich freust, dass sie jetzt zu Deiner Community gehören.

Noch ein Beispiel, Offline.

Natürlich – nicht nur Online. Offline genauso wichtig. Überrasche Deine Kunden doch einfach mal. Es muss ja nichts Großes sein. Etwas, dass ihnen zeigt, wie wichtig sie für Dich sind und das Du sie verstehst.

Zum Beispiel: mmh…

Okay, Du bist Hochzeitsplaner, oder Hochzeitsfotograf und ihr habt gerade ein Shooting gehabt. Ein Shooting für die Einladungskarten. Da Du weißt, das die Zeit vor der Hochzeit nicht einfach ist und viele gestresst sind, aufgeregt sind und sich vergessen … bereite doch ein kleines Picknick vor. Etwas Obst, ein kleiner Kuchen und Getränke. Es muss nichts Großes sein. Gib ihnen etwas, womit sie einfach nicht gerechnet haben.

Oder Du hast einen Online Shop. Natürlich weiß ich, wie schwierig es sein kann – allen Kunden eine Handgeschriebene Karte, einen kleinen Gruß – zu kommen zu lassen. Es ist Arbeit und niemand sagt, dass es einfach wird. Aber und das ist der entscheidende Part – es ist einfacher Kunden zu binden, als neue Kunden zu finden.

Was ein Wortspiel-

Man nennt es Overdelivern- vielleicht hast Du dieses Wort schon einmal gehört?! – und es muss nicht schwer sein.

Gib Deinen Kunden etwas, womit sie nicht gerechnet haben. Etwas, was nicht auf dem Angebot stand. Eine kleine Überraschung. Pack etwas -on Top.

Frage Dich:

Was Du anders machen kannst?

Wo Du Dich von anderen abgrenzen kannst?

Was kannst Du Deinen Kunden geben, was andere nicht machen?!

Mehr ist es nicht.

Aber – höre zu, kenne Deine Kunden. Es sollte schon zu Deinem Angebot passten und natürlich zu Deinem Kunden.

Wie machst Du es? Bekommen Deine Kunden etwas -on Top?

Hab einen wunderbaren Tag

Janine

Buyers Remorse – die Kaufreue deines Kunden

Buyers Remorse – die Kaufreue deines Kunden

5 Tipps wie du sie vermeiden kannst 

Uhhh, wer kennt es nicht?!

Du kaufst etwas und bist total Euphorisch, willst Dein Produkt endlich auspacken und testen, oder die Dienstleistung endlich in Anspruch nehmen. 

Doch, dann kommst sie – sie lässt nicht lange auf sich warten – die kleine, fiese Stimme der Kaufreue. Sie ist auf einmal  da und Du bekommst ein ungutes Gefühl in der Magengrube. 

Diese kleine Stimme, die Dir sagt:

„Ah, das hättest Du nicht kaufen sollen!“ 

„Das war zu viel Geld!“

„Das hättest Du auch allein geschafft, dafür musst Du kein Geld ausgeben.“

Wir bereuen den Kauf und würden das Produkt/die Dienstleistung, am liebsten, zurück geben wollen.

Genauso geht es auch unseren Kunden. Sie haben diese kleine, fiese Stimme auch in Ihrem Kopf. 

Die Kaufreue, besser als Buyers Remorse bekannt. 

Die Kaufreue ist das Gefühl des Bedauerns. Sie kommt oft mit der Angst und dem Stress einher und kann dazu führen, dass der Käufer sein Produkt zurück gibt. 

Gerade Selbständige vergessen diesen Part sehr oft und dabei ist es wichtig, dass Du Dir einen Plan macht, wie Du die Kaufreue „verscheuchen“ kannst. Und der Kunde, anstatt der Kaufreue, eine schöne Erfahrung macht.

Wir können etwas dafür tun, dass sie nicht so stark ausgeprägt ist oder ganz weg bleibt.

1. Baue eine Beziehung auf

Baue, mit Deinen Kunden, eine Beziehung auf. Werfe ihnen nicht nur so Dein Produkt gegen den Kopf, sondern gebe ihnen vorweg schon etwas. Biete Mehrwert und helfe ihnen. Zeige ihnen, dass Du sie Wertschätzt und sie „ nicht nur“ Deine Produkte kaufen sollen.

Nein, Du verstehst sie. Du weißt, wie sie sich fühlen und kannst ihnen helfen. Kommuniziere es klar und deutlich. 

Wenn Du eine gute Beziehung zu Deinen Kunden aufbaust, ihnen nicht irgendwelchen Quatsch erzählst, dann werden sie Dir vertrauen! Und Vertrauen ist die beste Grundlage!

2. Erkläre Deinen Kunden, was sie erwartet

Erkläre Deinen Kunden, wie Dein Produkt ihr Leben, ihre Arbeit, ihr Business verändern wird. Zeige Deinen Kunden, worum es gehen wird und zähle die Benefits auf. Was hat Dein Kunde davon? Wie wird es ablaufen, wieso kann er garnicht scheiten auch, wenn er das Ziel nicht zu 100 Prozent erreicht? 

Arbeite nicht mit Angst. Sage Deinem Kunden NICHT was passieren wird, wenn er nicht kauft! Erzähle ihnen was passieren wird, wenn er kauft. Ermutige sie und stehe ihnen bei. Erkläre ihnen auch, wenn sie ihr Ziel nicht zu 100 Prozent erreichen – haben sie trotzdem den Grundstein gelegt.

Es ist nicht schlimm, wenn man auf anhieb nicht die 100% erreicht. Das Ziel ist der Weg und wir können alle nur besser werden, wenn wir daran arbeiten und auch aus unseren, nicht erreichten, Zielen lernen.

3. Schicke ihnen ein Dankeschön

Schicke Deinen Kunden ein Dankeschön! Es ist nicht selbstverständlich das sie Dir vertrauen, das sie mit dir arbeiten und das sie dir, ihre wertvolle Zeit schenken. 

Nimm ein kurzes Video auf und bedanke Dich. Erzähle ihnen, wie sehr Du Dich über ihr Vertrauen freust und das du happy bist, dass sie mit Dir den Weg gehen. Das Du für sie da bist und sie unterstützen wirst.

Überrasche sie doch einfach. Vielleicht kannst Du ihnen etwas Wertvolles bei packen. Etwas was sie nicht erwartet haben. 

4. Onboarding

Die meisten Kunden hören nach ihrem Kauf nichts mehr vom Verkäufer. Es interessiert sich niemand mehr für sie. So schade und eine komplett falsche Einstellung. 

Aber Du kannst es anders machen. 

Schicke Deinen Kunden, innerhalb 24 h, die Kontaktdaten für ihren Ansprechpartner. Wen können wie und wann erreichen. Schicke ihnen zusätzlich Informationsmaterial und beantworte nochmals alle Fragen. Schicke ihnen ein kleines Rund-um-Paket. Zeige ihnen auf, welcher Plattform sie Dich erreichen können, welche Blogartikel relevant wären, vielleicht ein kleines Workbook?!

Es ist egal, ob es auf Deiner Verkaufsseite stand. Du darfst Dich auch hier wiederholen.

5. Bringe Kunden zusammen

Du darfst Deine Kunden zusammenbringen. Lass sie sich vernetzen, zeige Testimonials. Wenn sie sehen, wie begeistern andere sind, wie sie Dein Produkt nutzen und sich gegenseitig weiterbringen, dann ist das ein Riesen Vorteil für Dich und Dein Produkt. Lass sie zusammen arbeiten, sich austauschen und sich gegenseitig pushen.

Hol Dir Regelmäßig Feedback ein. Frage nach Problemen, Hürden und natürlich – Frage sie, was ihnen richtig gut gefallen hat.

Und arbeite mit diesen Antworten. Nur so kannst Du Produkte kreieren, die Deine Kunden lieben. Wenn sie Dir vertrauen und Deine Produkte immer genial sind, dann verschwindet auch diese kleine, fiese Stimme. Beziehungsweise ist nicht mehr so groß!

Ich freue mich, dass Du hier bist! Lass uns connecten und erzähle mir, wo Deine Hürden sind, welche Fragen hast Du und wie gehst Du mit der Kaufreue um?

Hab einen tollen Tag

Janine

Marie Kondo für Dein Business

Marie Kondo für Dein Business

5 Möglichkeiten, wie du dein Business mit der KonMari-Methode aufräumst

Ein eigenes Unternehmen zu haben, selbstständig zu sein, ist nicht immer so einfach, wie es von außen wirkt. Kommt dir das bekannt vor? Du hast das Gefühl, nichts geht mehr wirklich voran und du steckst irgendwie mit deinem Business fest:

Es kommen keine neuen Aufträge, die aktuellen Kunden sind eher nervig als dass die Zusammenarbeit Spaß macht, deine ganze Arbeit fühlt sich einfach nur wie eine riesengroße Last an. Am liebsten würdest du dich tagelang verkrümeln und alles hinschmeißen, aber so leicht geht das dann ja auch wieder nicht… Es ist einfach zum Haare raufen!

Ich kenne das. Ich war nämlich genau an dem Punkt, erst dieses Jahr im April. Schon einige Wochen vorher hatte ich gemerkt, dass irgendetwas in meinem Business stört und nicht mehr passt, ich wusste aber nicht was. Als dann mein Urlaub im April anstand, wurde es mir schlagartig durch eine Situation klar:

Ich saß am Flughafen in London, wartete auf das Boarding. Meinen Kunden hatte ich allen rechtzeitig Bescheid gegeben, dass ich ab dem 17. April für zwei Wochen im Urlaub bin und alles auf Facebook & Co. für diesen Zeitraum vorgeplant ist. Dass sie sich nur in Notfällen melden sollen, wie z.B. ein Shitstorm oder ein gehacktes Instagramkonto. Als dann also mein Handy kurz vorm Betreten des Flugzeugs klingelte und ich den Namen einer Kundin sah, dachte ich natürlich es sei genau so etwas passiert. Um es kurz zu fassen – diese Kundin hatte den Einfall, sie benötige jetzt sofort bestimmte Materialien (die bereits auf einer anderen Plattform für sie zugänglich waren) von mir per Mail. Weil sie das JETZT gerne so posten würde, weil es JETZT dringend sei und weil es JETZT und nicht erst nach meiner Rückkehr geschehen könnte. Ich meinte dann nur, dass das jetzt nicht ginge, weil ich eben am Flughafen sei. Ihre Antwort: „Ja dann schick’s mir einfach wenn du gelandet bist, da hast du doch Zeit.“

Du kannst dir sicher vorstellen, was ich für ein Gesicht in dem Moment hatte: dieser Kundin waren meine Grenzen schlichtweg sch***egal. Ich war zum einen wütend, zum anderen hat mich die ganze Situation aber auch zum Nachdenken angeregt. Mir sind danach noch mehr ähnliche Situationen mit einigen meiner Kunden im Social Media Management Bereich eingefallen. Und mir wurde mit einem mal klar, dass sich dringend etwas ändern musste.

Tschüss alte Strukturen & Services

An dieser Stelle fiel mir dann der ganze Marie Kondo Hype wieder ein – diese spezielle Aufräummethode, um Ordnung zu bewahren und sich freier zu fühlen. Wenn das für zu Hause funktioniert, warum sollte es dann nicht auch für mein Business funktionieren?

Also habe ich mich einfach einen Nachmittag lang hingesetzt und mit den zwei Kernfragen von Kondos Methode mein Business näher betrachtet:

„Bereitet mir das Freude?“

„Strahlt das Freude aus?“

Und diese zwei Fragen waren im Bezug auf mein Business echte Augenöffner – ich habe erkannt, dass einige Services und einige Kunden nicht mehr zu mir passen und auf was ich mich stattdessen fokussieren möchte.

Ich konnte mein Business in eine neue Richtung lenken und mit meiner Message klarer werden, mich mehr auf meine Wunschkunden und das dazu passende Angebot konzentrieren! Ich fühlte mich plötzlich auch nicht mehr so platt und ausgelaugt, was mir nur bestätigte, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Es ist einfach so wichtig zu wissen, was man mit seinem Business erreichen will, wem man helfen will und wie man sich positionieren möchte. Mit der Marie Kondo Methode habe ich mein Business aufgeräumt und Raum für neue Ideen und Möglichkeiten geschaffen. Oder wie die Amerikaner es sagen würden: I unfucked my business! Abgesehen vom neu positionieren, half mir die KonMari-Methode auch beim allgemeinen Frühjahrsputz für mein Business.

So entrümpelst du dein Business

Wenn du also auch das Gefühl hast, dass es in deinem Business nicht voran geht oder du einfach grundsätzlich mehr Ordnung in deiner Selbstständigkeit benötigst, kannst du diese fünf Bereiche mit der KonMari-Methode entrümpeln:

1. Deine digitalen Dateien nach Kategorien sortieren

Screenshot-Overload auf dem Desktop, ix einzelne Ordner, keine klare Linie – wenn du auch so ein digitaler Datensammler bist wie ich und das auch noch gepaart mit mieser Struktur, wird es Zeit für eine Runde PC-Cleanup! Du brauchst nämlich letztendlich nur 5 Ordner: Admin & wichtige Unterlagen, Finanzen, Marketing, Services, Kunden

Das kann bei dir natürlich auch etwas anders aussehen, aber versuche einfach deine Dateien so gut wie möglich zu bündeln und in maximal 5 Hauptordner aufzuteilen. Du wirst sehen, dass du deine digitalen Unterlagen zukünftig leichter finden wirst.

2. Deine Services bündeln/vereinfachen/ändern

Ich habe am Anfang meiner Selbstständigkeit unglaublich viel angeboten – von Social Media Management bis hin zu Content Creation, Newsletter Marketing über Webshop- Einrichtung. Und ich hab das alles allein gemacht, jap. Du kannst dir sicher vorstellen, dass das auf Dauer nicht gut ging. Deshalb wirf’ einen Blick auf deine Services: was kannst du bündeln, auslagern, was kannst du vereinfachen oder welchen Service willst du gar nicht mehr anbieten? Wenn du Solopreneur bist, solltest du einen Kernservice und zwei Zusatzservices haben, das können auch nur simple Upgrades sein für deinen Kernservice. Wichtig ist, dass du nicht zu viel anbietest und falls du viel anbieten willst, mit anderen zusammenarbeitest. Du musst da nicht alleine durch!

3. Ziele überdenken

Ziele und Wünsche verändern sich mit deinem Business und das ist auch gut so. Deshalb ist es wichtig deine Jahres- und Monatsziele im Blick zu haben und diese auch zu überarbeiten. Wichtig ist, dass du dir smarte Ziele setzt, bzw. anders gesagt sollten deine Businessziele immer messbar und konkret sein. So vermeidest du auch, dass du dein Ziel verfehlst und ohne konkreten Stichtag immer nur vor dir hinschiebst.

4. Prozesse & Workflows vereinfachen

Wie sieht dein Kunden-Onboarding aus? Wie arbeitest du tagtäglich? Hast du feste Zeiten für verschiedene Aufgabenbereiche? Auch im Workflow-Bereich kannst du die KonMari-Methode einsetzen. Jeder Workflow, der dich mehr stresst als dir deinen Arbeitsalltag zu erleichtern, wird gestrichen. Überlege dir, wie du in Zukunft einfacher dein gewünschtes Ergebnis erhältst und wie du wieder Spaß an diesem Prozess finden kannst.

Auch dein Kunden-Onboarding sollte so gestaltet sein: es soll dir Arbeit abnehmen und nicht ein zusätzlicher Stressfaktor sein.

5. Wunschkunden definieren & sich von alten Kunden verabschieden

Hast du deinen Wunschkunden konkret definiert oder bist du eher Team „Ich nehme alles, was ich kriege“? Schluss damit!

Überlege dir ganz genau, mit wem du arbeiten möchtest, erstelle Buyer Personas dazu. Das heißt nichts anderes wie, dass du deinen idealen Kunden so genau wie möglich definierst und seine Vorlieben und Merkmale kennst. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich am liebsten mit E-Commerce-Kunden aus dem Technik- und Beautybereich im Facebook Ads-Bereich arbeite, beim Coaching jedoch lieber mit Solopreneurinnen, die selbst Dienstleistungen im kreativen Bereich anbieten. Diese einzelnen Idealkunden haben bei mir auch Namen und bei jeder neuen Anfrage, die reinkommt, überlege ich erst, ob das so in mein Kundenschema reinpasst.

Ist es zu sehr entfernt davon, sage ich lieber ab, bevor ich dem Kunden nicht richtig helfen kann oder ich mich nicht damit wohl fühle. Genauso heißt es hier aber auch Kunden zu kündigen, die nicht länger zu dir passen. Im ersten Moment ist das natürlich ein unangenehmes Gefühl, aber danach wirst du dich einfach tausend Kilo leichter fühlen.

Deine Tamara